Tag der Bekämpfung von Gewalt

ASF Allgemein

Heute, am 25.11., ist der internationale Tag zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen. Viel ist auf diesem Gebiet juristisch passiert im letzten Jahr! So hat der Paradigmenwechsel zu „Nein heißt Nein“ das Sexualstrafrecht verändert, und zwar so umfassend, dass es hoffentlich potentielle Täter abschreckt, denn eine Verurteilung ist danach leichter möglich.

Beispiellos war der Zusammenhalt der politischen Frauen in dieser Situation: Vor der entscheidenen Abstimmung hatten sich die Frauen von CDU und SPD zusammen getan und damit ihre Macht und Stärke demonstriert: Ohne uns geht hier nichts, und so konnte die Reform auf den Weg gebracht werden, die sonst vielleicht verwässert worden wäre.

Nun hört Gewalt, physisch, psychisch oder sexuell, nicht wegen einer Reform auf. Es gilt also weiterhin, wir müssen als Gesellschaft Energie und Geld darauf verwenden, Gewalt weiter zu ächten, und bereits bei den Kindern mit der Prävention anfangen.

Die Opfer der Gewalt müssen wissen, wo sie Hilfe erhalten, umd wir müssen genügend Einrichtungen bereit halten, um Menschen Schutz vor Gewalt zu bieten.

Wir fordern wie viele Frauenverbände eine bundeseinheitliche Finanzierung der Frauenhäuser, denn auch wenn die Situation in Hamburg gut ist, es kann nicht sein, dass Frauenhäuser von Etat zu Etat um ihre Mittel und damit um ihre Existenz bangen müssen.

Wir müssen als Gesellschaft da sein, wenn Menschen vor Gewalt fliehen- das gilt global aber auch regional, und daher alles dafür tun, dass Schutz geboten werden kann.

Unser Dank geht heute an die vielen MitarbeiterInnen im Bereich der Opferbetreuung, die jeden Tag dafür da sind, diese Anlaufstelle zu sein. Diese Arbeit ist unverzichtbar, und ich habe den höchsten Respekt davor, sich dieser Aufgabe tagtäglich zu stellen.