Ja zum Nein heißt nein!

ASF Allgemein

Es ist geschafft! Die Reform des Sexualstrafrechts ist durch den Bundestag, und bei uns knallen jetzt erst mal die Sektkorken!

Solange ich denken kann, kämpft die ASF, kämpfen die Frauenverbände für ein besseres Sexualstrafrecht. Die EU hat längst den Grundsatz gefordert, der heute durch die Reform des Strafgesetzbuches auch in das deutsche Gesetz geschrieben wurde: Nein heißt Nein! Ganz einfach. Mehr muss nicht sein, um klar zu machen: Nein, ich will nicht. Und ist mir egal ob Du willst, ich sage Nein. Also hör auf.

Keine Gewaltandrohung, kein Ich-muss-mich-wehren-sonst-wird-er-nicht-verurteilt: Nein. Und Schluß. Das reicht.

Und ein Nein meint kein verstecktes „vielleicht ja doch“. Denn dann wäre es ein Ja. Und wer Nein sagt, wird in Zukunft das Gesetz geschützt.

Wenn ich Nein sage, und Mann dagegen verstößt, kann ich ihn verklagen. So ist das jetzt. Endlich!

Und eins muss man auch ganz deutlich sagen: Diese Reform wäre nicht möglich gewesen, wenn die Frauen in den Bundestagsfraktionen nicht gemeinsame Sache gemacht hätten. Erst durch den interfraktionellen Schulterschluss haben auch die Männer in den Fraktionen der Reform letztendlich zugestimmt.

Liebe Frauen, also merken: Wenn die Frauen dieser Welt sich zusammen tun, können sie die Gesellschaft verändern!

Heute habt Ihr gemeinsam dieses Land verändert, und für alle Frauen etwas großartiges erreicht. Danke. Danke dass Ihr für uns gekämpft habt. Und dank auch an alle, die den Druck über die Jahre stand-und aufrecht gehalten haben, an die die an der Seite der betroffenen Frauen standen.

Ab heute ist zwar die Gewalt noch nicht besiegt, aber ein großer Schritt in Richtung Gerechtigkeit getan, wenn es um die Möglichkeit geht, die Täter zu bestrafen.

Das ist ein Grund zu feiern. Und danach machen wir weiter, denn es gibt noch viel zu tun in Sachen gelebte Gleichstellung. Und der Bundesrat muss letztendlich ja auch noch zustimmen…